NABU Schorndorf und Umgebung e.v. Dies ist die Druckversion eines Artikels aus dem Online-Angebot des
NABU Schorndorf und Umgebung e.V.
Sie finden ihn bei www.nabu-schorndorf.de unter
/ Mitteilungen / Mitteilungen 2018 / Rückblick auf das NAJU-Jahr 2017
Stand: 25.11.2019
Autor: Michaela Teegelbekkers
Copyright: NABU Schorndorf und Umgebung e.V.
Addresse: www.nabu-schorndorf.de/nsbn031.htm

Rückblick auf das NAJU-Jahr 2017

Im Januar starteten wir in das Jahr mit Schlittschuhlaufen in Adelberg. Einige Kinder drehten gekonnt ihre Runden, andere standen zum ersten Mal auf dem Eis und wurden von ihren Freundinnen links und rechts untergehakt. Alle hatten sehr viel Spaß dabei.

Den Vogel des Jahres - nämlich den Waldkauz - suchten wir vergeblich anzulocken. Trotz sehnsüchtiger "Huhu-huhuhuhuu-Rufe" aus dem Kassettenrekorder ließ sich keine Eule blicken. Ihnen war es vermutlich einfach zu kalt zum Balzen.

Im Februar bauten wir fleißig Fledermausnistkästen. Jedes Kind durfte einen mit nach Hause nehmen, den Rest verkauften wir auf dem Markt. Vielen Dank für das bestens vorbereitete Material an Wolfgang Bogusch und sein Team!

Noch im ausgehenden Winter säuberten wir wie jedes Jahr unsere etwa 175 Nistkästen rund um die Schinderhütte.

Ende März verarbeiteten wir bergeweise frischen Bärlauch zu Pesto für unseren Marktstand Anfang Mai.

Im Frühling beschäftigten wir uns mit dem Thema "Streuobstwiese". Unterstützt wurden wir dabei vom Streuobstmobil des Kreisjugendrings. Wir sollten essbare Pflanzen sammeln und fanden Löwenzahn, Gänseblümchen, Spitzwegerich, Brennnessel, Veilchen, Schafgarbe, Scharbockskraut und Wiesenschaumkraut. Anschließend untersuchten wir die Bodenwelt der Wiese und entdeckten Regenwürmer, diverse Schneckenarten, Spinnen, Ameisen, Asseln, Tausendfüßler, Skorpionsfliegen und Feuerkäferlarven. Die Kinder hatten auch ihren Spaß beim Erklettern riesiger Sandhügel.

Anfang Mai verkauften wir sehr erfolgreich unsere selbstgemachten Bärlauchtaschen und köstliche Bärlauchbutter bzw. -pesto. Außerdem boten wir verschiedene Kuchen und Gemüsepflanzen an. Mit dem Erlös konnten wir unser komplettes Zeltlager finanzieren.

Bei der jährlichen Nistkastenkontrolle mussten wir feststellen, dass die Vögel bedingt durch das nasskalte Frühjahr mit ihrem Brutgeschäft in Verzug waren. Die für die Beringung interessanten Halsbandschnäpper hatten meist erst mit dem Eierlegen begonnen.

Im Juni versuchten wir uns als Gewässerforscher am Rehbachteich und seinem Zufluss. Leider war der Wasserstand durch die anhaltende Trockenperiode sehr niedrig und der Zugang vom steilabfallenden Ufer aus erschwert. Es wurde daher ein spannendes Abenteuer

Anfang Juli trafen wir uns zum Höhepunkt des NAJU-Jahres, dem Zeltlager. Der erste Abend war ausgefüllt mit Zeltaufbau, Feuerstellenbau, Grillen und Stockbrotessen. Anschließend machten wir mit Hilfe von Stoffresten und Wachs selbst Fackeln, die wir natürlich gleich bei einer Fackelwanderung testeten. Den krönenden Abschluss bildete eine putzige vierköpfige Siebenschläferfamilie, die sich in der Hütte einquartiert hatte und uns mit ihren kugelrunden Augen neugierig anstarrte. Am Samstagvormittag wurden wir kreativ, indem wir sehr individuelle T-Shirts batikten. Im Ziegeleisee konnten wir die Farbreste auf der Haut loswerden, nachdem wir geduldig das vorüberziehende Gewitter abgewartet hatten. Am Abend wurden nach alter Zeltlagertradition Bannocks gebacken, mit Pizzazutaten gefülltes Indianerfladenbrot. Im dunklen Wald tobten wir uns bei "Kaiser und König" aus, einem Geländespiel nach Art von Räuber und Gendarm. Ausklingen ließen wir den Abend am Lagerfeuer mit dem auch schon traditionellen Werwolf- Spiel.

Am Sonntag spielten Sophie und Miriam mit den Kindern "Catch the flag!", ein Geländespiel, bei dem man der gegnerischen Mannschaft die Flagge stehlen muss. Danke für die großartige Unterstützung beim Zeltlager!

Bei den Pflegeeinsätzen im Herbst ließen sich nur wenige NAJU-Kinder blicken, da ich selbst durch meinen neuen Job auf dem Wochenmarkt verhindert war und nicht mit gutem Beispiel vorangehen konnte.

Wegen mangelnder Teilnehmerzahl mussten zwei weitere Termine ausfallen: "Wildfrüchte und Tierspuren" und das eigentlich sehr beliebte Adventsbasteln. Bei extrem nasskalter Witterung putzte der harte Kern der NAJU - ausschließlich Mädchen - die Nistkästen am Alten Friedhof. Manche hingen leider unerreichbar hoch oder waren vom Kleiber meisterhaft zugeklebt.

Zur Weihnachtsfeier waren wieder alle NAJU-Kids versammelt, denn es gab verheißungsvolle und witzige Wichtelgeschenke.

Ich hoffe, dass im nächsten Jahr alle geplanten Termine stattfinden können und neue Kinder zur NAJU kommen, die Freude an der Natur haben und gerne draußen sind!

Auf ein Wiedersehen im Jahr 2018 freut sich

Michaela Teegelbekkers