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Stand: 17.03.2010
Autor: Thorsten Götz
Copyright: NABU Schorndorf und Umgebung e.V.
Addresse: www.nabu-schorndorf.de/Schwammspinner.htm

Schwammspinner

Lymantria dispar (Linnaeus, 1758)

Schwammspinner-Raupe (Klicken zum Vergrößern, 25 kByte )
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Schwammspinner (Klicken zum Vergrößern, 24 kByte )
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Im Sommer 2004 konnte durch Zufall zum ersten Mal bei Urbach ein Falter des Schwammspinners gefangen und als solcher bestimmt werden. Die Männchen fliegen an warmen Sommertagen im Zickzackflug meist in Waldrandnähe, wo sie ohne Erfahrung nur schwer als Lymantria dispar zu erkennen sind. Zwischen den Geschlechter besteht ein starker Sexualdimorphismus: Die Weibchen haben eine weiße Grundfarbe und sind größer als die bräunlich gefärbten Männchen. Das umfangreiche Eigelege wird in der Regel an die Baumrinde geheftet und vom Weibchen mit Afterhaaren bedeckt, so dass eine schwammartige Gestalt (Name!) entsteht, in dem die Räupchen fertigt entwickelt im Ei überwintern.
Bekannt und gefürchtet ist die Art für ihr zeitweises Massenauftreten. Im Frühjahr gleichen Jahres fand an der Grenze zum Main-Tauber-Kreis auf bayerischem Gebiet ein Kahlfraß statt, vom dem ein großer Eichenbestand betroffen war. Aber schon im Juni hatten die Eichen wieder zarte Blätter ausgetrieben. Einige eingetragene Raupen stellten sich ausnahmslos als parasitiert heraus. Vor dem Einsatz chemischer oder biologischer Bekämpfungsmaßnahmen muss jedenfalls ausdrücklich gewarnt werden, da viele seltene Insektenarten dabei ebenso vernichtet werden; außerdem nimmt bei einer extremen Vermehrung auch das Auftreten der Parasitoiden paralell zu, was zu einem natürlichen Erlöschen der Gradation führt.
Ei Raupe Puppe
Die kleinen ovalen Eier befinden sich in einem markanten Gelege. In der Färbung sehr variabel. Verpuppung in einem sehr lockeren Gespinst.
Entwicklung Spannweite
Entwicklungszyklus des Schwammspinners Spannweite
32 - 55 mm
Nahrung der Raupe
Bei Massenvermehrung ist das Nahrungsspektrum der Raupe nahezu unbegrenzt, ansonsten begnügt sie sich meist mit verschiedenen Laubholzarten.
Verbreitung Habitat Rote Liste
Von Nordafrika über Europa bis Japan. Im Norden bis Südskandinavien, im Süden bis Vorderasien. In Nordamerika eingeschleppt. Eichen-Hainbuchenwälder, wärmebegünstigte Waldränder mit hohen Laubbaumanteil. D:
Der Schwammspinner ist nicht gefährdet
BW:
Der Schwammspinner ist nicht gefährdet
Ähnliche Arten wie der Schwammspinner
Die Raupen ähneln denen der Nonne.