| Häufigkeit im Raum Schorndorf | RL |
Regelmäßiger Brutvogel an der Rems und an geeigneten Seitenbächen. Bis in die 70er Jahre waren Eisvogelreviere fast nur an Seitenbächen und an Kiesgruben zu finden. Mit dem Bau von Kläranlagen ab den 70er Jahren wurde die Wasserqualität der Rems und damit der Bestand von Beutetieren immer besser. Die Population wird wesentlich von Intensität und Dauer der Frostperioden bestimmt. Starkfrost mit vollständiger Vereisung über mehrere Tage führt nahezu zum Totalverlust der Population . Bei günstigen Wetterlagen während der Brutperiode brütet ein Paar in der Regel bis zu drei mal . Neben einer guten Wasserqualität ist das Brutvorkommen an grabbare Steilwände in Wassernähe gebunden.. |
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| Brutnachweise |
| Bestand 2001 |
| Grunbach bis Winterbach: |
2-3 Brutpaare |
| Winterbach:bis Plüderhausen : |
3-4 Brutpaare |
| Plüderhausen bis Lorch : |
3-4 Brutpaare |
| Lorch bis Schwäbisch Gmünd : |
3-4 Brutpaare |
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| Beringungsergebnisse und Wiederfunde |
Bis heute konnten 91 Adulte Eisvögel beringt werden. Davon wurden 33 (= 36%) zurückgemeldet. Dies waren überwiegend Wiederfänge eigener Vögel aus dem gleichen Jahr. Diesjährige Vögel wurden nur bis in den Sommer im Heimatrevier wiedergefangen. Wiederfunde von außerhalb, bzw. aus Folgejahren gab es in den folgenden Fällen:
| Ring Nr. |
beringt am |
Ort |
kontrolliert am |
Ort |
Status |
| S 5490 | 06.10.74 dj.-Weiblich | Mettnau/Bodensee | 020.8.75 | Lorch | Füttert |
| S44221 | 13.07.75 dj.Männl. | Lorch | 5.08.75 | Oberstetten ( MGH) | Tot |
| S44229 | 25.07.76 dj.Männl. | Lorch | 21.07.77 | Malterdingen (EM) | Tot |
| S44234 | 09.09.79 dj. | Lorch | 14.04.80 | Schorndorf | Tot |
Adulte Vögel bleiben im Brutgebiet, wobei der Brutplatz für die 1, 2. und 3. Brut wechseln kann. Z.B. fütterte das Weibchen S28147 am 24.3.74 bei Schwäbisch Gmünd Jungvögel, am 28.7.74 fütterte es im NSG Lorcher Baggerseen. Eisvögel die in der Nähe von Lorch brüteten, jagten an der Wasenmühle Urbach. Bruthilfe bei Ausfall eines Elternteils ist nachgewiesen. |
| Gefährdung und Schutz |
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Eisvögel hatten früher bei Fischzüchtern etwa den gleichen Ruf, wie heute Kormoran und Graureiher. Anfang der 70er Jahre wurden in einer Forellenzuchtanlage bei Adelberg Mausefallen entdeckt die auf Pfählen montiert waren. Nach milden Wintern kann der Brutpaarbestand so hoch sein, dass auch (nach menschlichem Ermessen) "schlechte" Steilwände als Brutplatz gewählt werden Niedrig angelegten Brutröhren sind von Raubsäugern (auch Ratten) stark gefährdet. In einem Fall gelang es, durch verwittern mit "Nikotinbrühe" die Brut zu retten. Durch "vorbohren" konnten Eisvögel zum erfolgreichen Weiterbau animiert werden. Steilwände und Abbruchkanten sind in der Regel an reizvollen Abschnitten von Gewässern zu finden. Erholung suchende Menschen wie Hobbyangler, aber auch spielende Kinder halten sich gerne an solchen Naturnahen Plätzen auf und gefährden dadurch den Brutplatz. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Notfalls muss der Angelsport in einem ausreichenden Bereich ( mind. 150m nach beiden Seiten) untersagt werden. |