Unser "gefährlichster Schmetterling", wenn man so will, ist der als Falter recht unscheinbar grau gefärbte Eichen-Prozessionspinner, dessen Raupen hingegen durch die langen, tastempfindlichen Haare auffallen und noch mehr wegen den Brennhaaren gefürchtet werden. Die Berührung mit diesen giftigen Härchen führt zu einem juckenden Hautausschlag, der nach einigen Tagen, ähnlich den Mückenstichen, in der Regel wieder verschwindet. Auf jeden Fall muss ein Kontakt mit den Augen und Schleimhäuten vermieden werden.
Die Raupen leben gesellig in Gespinsten, welche vorwiegend unterhalb von Astgabeln am Stamm älterer Eichen angelegt werden. In der Nacht wandern die Raupen eine nach der anderen, jeweils durch gegenseitige Haarberührung Anschluss suchend, in langen Prozessionen (Name!) zu den belaubten Zweigen. Bei Massenvermehrungen formieren sich so meterlange, mehrreihige Raupenströme, die auf der Suche nach Nahrung auch zwischen den Bäumen eine längere Strecke zurücklegen können. Raupeninvasionen, wie sie es in jüngerer Zeit in der Oberrheinebene oder nördlich von Stuttgart gab, sind für den Raum Schorndorf jedoch nicht bekannt. Und da die Gespinste bei uns immer nur zerstreut gefunden werden, sollte die Schmetterlingsart - trotz der relativen Bedrohung für den Menschen - toleriert werden.
Achtung, auch alte verlassene Gespinste sind mit den darin verwobenen Raupenhäuten (inklusive Brennhaaren) unter Umständen noch jahrelang gefährlich!
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| Ei |
Raupe |
Puppe |
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Das kompakte Eigelege wird an Zweige geheftet und überwintert.
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Fällt durch lange weiße Haare auf.
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Eigene Beobachtungen deuten darauf hin, dass die Verpuppung entweder im gemeinsamen Raupengespinst oder an der Erde erfolgt.
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| Entwicklung |
Spannweite |
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25 - 35 mm
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| Nahrung der Raupe |
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Der Stiel-Eiche kommt sicherlich die größte Bedeutung zu. Aus anderen Gebieten liegen Funde an Trauben-Eiche und Rot-Eiche vor.
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| Verbreitung |
Habitat |
Rote Liste |
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Von Europa bis nach Vorderasien. Im Norden bis Südskandinavien, Im Süden bis ans Schwarze Meer.
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Im Untersuchungsgebiet werden vorzugsweise warme Waldränder oberhalb von Streuobstwiesen und Weinberghängen besiedelt, aber auch davon abgesetzte Gehölzgruppen und einzeln stehende ältere Eichen in sonniger Hanglage.
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D:
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BW:
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| Ähnliche Arten wie
der Eichen-Prozessionsspinner |
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In Bezug auf die Raupe ist die Art mit keiner anderen zu verwechseln.
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