Pflegeeinsätze im NSG RehfeldseeRückblick auf die Pflegeeinsätze im NSG Rehfeldsee im Jahr 2000An insgesamt 4 Tagen im Spätsommer bzw. Herbst wurden hier von uns insgesamt 208 Arbeitsstunden investiert. Im Mittelpunkt stand erneut die Mahd des rund ein Hektar großen Streuwiesenbereichs im Zentrum des Schutzgebietes. Eine deutliche Arbeitserleichterung verdanken wir hierbei Herrn Schulerus, dem Leiter des Pflegetrupps des Rems-Murr-Kreises, der das Abräumen des Mähgutes mittels eines für Feuchtflächen tauglichen Schleppers samt Ladewagen organisierte. So mußten wir das Schnittgut lediglich auf Schwaden zusammenrechen. Nebenbei wurde von uns ein kleiner Lesesteinhaufen erweitert, mit Steinen, die verstreut im Gebiet lagen und dort schon lange unsere Mähgeräte strapazierten. Wie jedes Jahr stellte der Gehölzrückschnitt einen weiteren Schwerpunkt dar. Hierbei werden in bestimmten Bereichen sukzessiv über mehrere Jahre hinweg Bäume und Sträucher "auf Stock gesetzt", um lichtbedürftigen Arten bzw. Lebensraumstrukturen ein Überleben zu ermöglichen. In diesem Jahr wurden vor allem im Bereich des West- und Südufers des Rehfeldsees und am Steilhang am südlichen Rand des Naturschutzgebietes umfangreichere Sägearbeiten durchgeführt. Bei Beobachtungsgängen über das Jahr hinweg, aber auch während der Arbeitseinsätze selbst, konnten die Früchte dieser Arbeit geerntet werden: Erstmalig konnten in diesem Jahr vier blühende Pflanzen des Breitblättrigen Knabenkrautes und somit die vierte Orchideenart für das Gebiet nachgewiesen werden. Neben den zwischenzeitlich regelmäßig brütenden Vogelarten wie Zwergtaucher, Teichralle, Neuntöter, Kleinspecht, Rohrammer und Teichrohrsänger wurde nach mehrjähriger Abwesenheit wieder ein Revier des gefährdeten Feldschwirls festgestellt. Erstmalig wurde auch auf die Heuschreckenfauna geachtet und es stellte sich heraus, dass der in unserem Naturraum als gefährdet eingestufte Wiesengrashüfer zu den häufigsten Arten im Gebiet zählt. Der Siedlungsschwerpunkt dieser Art liegt in Baden-Württemberg in feuchten, extensiv genutzten Grünlandbereichen, woraus sich auch ihre Gefährdungsursache ergibt. A. Sombrutzki
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