Gut zwei Dutzend Teilnehmer hatten sich im Hof des Bioland-Landwirts Gruber in
Alfdorf-Rienharz versammelt, um sich über naturverträgliches Landwirtschaften zu
informieren. Zuerst wurden uns auf der Weide und auch in den Stallungen die Kühe gezeigt,
darunter auch die Limpurger Rinder, eine aussterbende Haustierrasse, deren Erhaltung und
Zucht Herrn Gruber ein besonderes Anliegen ist. Dann ging es mit dem Traktor auf Tour
über die Felder zu Dinkel und Kartoffeln, wobei wir über verschiedene naturschonende
Bearbeitungsverfahren einiges hörten. Kenntnisse aus "ganz alten Zeiten", also vor dem
massiven Einsatz von Kunstdünger, über die 'richtige' Abfolge der angebauten Feldfrüchte
werden dabei ebenso eingesetzt wie z.B. die gleichzeitige Mehrfachbebauung eines Feldes,
was viele der Besucher ebenso überraschte wie in seiner 'natürlichen Logik' faszinierte:
'unten' auf dem Feld wächst etwa Klee, darüber erheben sich die Halme von
Getreide. Der
Klee hält nicht nur die unerwünschten und in der 'normalen' Landwirtschaft mit Herbiziden
bekämpften Unkräuter fern - sie haben hier einfach keinen Platz mehr zum Wachsen
- er
dient auch nach der Getreideernte als natürlicher Dünger für den nächsten Anbau-Zyklus.
Die Veranstaltung fand im Rahmen der bundesweiten NABU-Kampagne "Landschaft schmeckt"
statt. Für die Teilnehmer hat sich dieses Motto dann anschließend in vortrefflichster
Weise erfüllt: Das abschließende Vesper unter freiem Himmel, bei herrlichem Wetter ließ
keine Wünsche offen.
Gernot Becker / Holger Goergens
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