Schorndorfer Nachrichten
vom 4. Februar 2004

Scho buzzd - auf zur zweiten Stadtputzete

Am Samstag, 6. März, vpm 9 bis 11.30 Uhr / Wieder ein Zeichen setze, dass uns Stadt und Landschaft nicht egal sind

Von unserem Redaktionsmitglied Martin Pfrommer
Es gibt viele, die nicht wissen, dass auch sie von der Natur leben. Wegschauen und liegen lassen ist aber die schlechteste Lösung - deshalb: Auf zu Scho buzzd am 6. März!
Schorndorf.
Nach dem Erfolg von "Scho buzzd" am 16. März 2003 - damals klaubten mehr als 500 Schorndorfer, Privatleute, Vereine und Organisationen, auf Initiative unserer Zeitung und der Stadt 70 Kubikmeter Wohlstandsmüll auf Schorndorfs Fluren auf - soll die Stadtputzete am 6. März wiederholt werden. Unsere Zeitung wirbt, teilt Einsatzorte mit, die Stadt übernimmt die Organisation.
Bereits frühzeitig hat Baubürgermeister Andreas Stanicki heuer die Schulen angeschrieben und auch jene Vereine und Organisationen, die schon im vergangenen Jahr mitgemacht haben. Die Liste der im Vorjahr bei der Stadtputzede Aktiven war in Schorndorf ebenso stattlich wie ermutigend: Mitglieder von Liederkranz, Literkranz (die beim Vesper auch sangen), der Christlichen Pfadfinder Weiler, von NABU und NAJU, Weilermer Kleintierzüchtern, vom Sportanglerclub Schorndorf und Hege- und Fischereiverein, vom Förderverein Bürgernähe, CVJM, den Pétanquefreunden, dem SOS-Kinderdorf, vom Weingärtnerverein, Haubersbronner Angler, Leute vom TSV Haubersbronn, von der Erlacher Höhe, vom Obst- und Gartenbauverein Oberberken, von Polizei, Feuerwehr, Jugendfeuerwehr, Deutschem Roten Kreuz und THW. Hinzu kamen etliche Helfer aus den Reihen der Stadtverwaltung und engagierte Privatleute. Gesammelt wurden über 70 Kubikmeter (etwa 30 000 Kilogramm) weggeworfene Flaschen, Papierle, Blech, Teppichreste, Hausmüll, Fahrräder und weiterer Kruscht. Wo es möglich war, wurde das Material stofflich getrennt und wiederverwertet.

Kampf gegen Windmühlenflügel? Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt

"Scho buzzd" - der originelle Name war ein Geistesblitz von Metzgermeister Eberhard Hofer. Klar, die Putzede Scho buzzd kann beim "Kampf gegen die Windmühlenflügel", wie es Baubürgermeister Stanicki ausdrückt, nämlich beim Kampf gegen das achtlose Wegwerfen allen möglichen Verpackungsmaterials leider (noch) nicht für lang anhaltende Sauberkeit sorgen, sondern nur ein Signal setzen und zum Nachdenken anregen. Dennoch ist auch klar: Ein weiter Weg beginnt mit dem ersten Schritt, und wer sich nie auf den Weg macht, kommt nie an. Warum in Schorndorf eine Woche früher geputzt werden soll als bei der nur alle zwei Jahre stattfindenen Kreisputzete, begründet der Baubürgermeister mit einer Rücksprache mit dem NABU, weil "Mitte März schon die ersten Vögel brüten".

Sponsoren gefragt, damit Helfer nach "Scho buzzd" was zu beißen haben

"Scho buzzd" ist diesmal also am Samstag, 6. März, erneut von 9 bis 11.30 Uhr. Um 12 Uhr soll's im Bauhof - alle hoffen, dass wir wieder Sponsoren finden - in der Paulinenstraße ein Vesper für die Helfer nach getaner Arbeit gehen Im Vorjahr haben elf Sponsoren mitgemacht: Getränkehandlungen, Bäckereien, Großküche und Pizzaservice, Metzgereien, eine Gastwirtschaft. Die. Organisatoren hoffen auf einfach gestrickte Vesperspenden wie zum Beispiel belegte Wurst- oder Käse-Brötchen oder Brezeln. Sonst wird's ein größerer Aufwand, etwa auch Helfern draußen in den Stadtteilen ein Vesper zukommen zu lassen. Die Namen der Sponsoren werden in unserer Zeitung wieder veröffentlicht.
Auch die Rems bringt Müll nach Schorndorf herein. Auch ein Grund für "Scho buzzd".
Die Einsatz-Treffpunkte wird unsere Zeitung noch bekannt geben. An ihnen werden voraussichtlich Leute wie Polizeichef Walter Berger, Erster Bürgermeister Horst Reingruber, Förster Uwe Exner, vielleicht auch wieder OB Winfried Kühler, und auch Ortsvorsteher für die Stadtteile, Helfer um sich scharen. An diesen Punkten werden auch Handschuhe und blaue Müllsäcke ausgegeben.

Auch OB Winfried Kühler ruft dazu auf, bei "Scho buzzd" mitzumachen

Auch OB Winfried Kühler ruft dazu auf, "ein Zeichen zu setzen gegen die zunehmende Verschandelung unserer Landschaft durch Verunreinigung und wilde Müliablagerungen". Es habe ihn mit Freude erfüllt, dass sehr viele Vereine, Schulen, sogar Kindergärten und auch Kräfte von Polizei, Feuerwehr und THW sich im letzten Jahr spontan bereit erklärt haben, die Putzaktion zu unterstützen".
Urbach und Plüderhausen werden heuer nicht gleichzeitig aktiv, sondern eine Woche später, desgleichen Rudersberg und Winterbach, im Rahmen der normalen Kreis-Putzede. "Mir haldet uns an den Termin von unserem früheren Chef", sagt Rolf Koch, Mitarbeiter im Urbacher Bauamt, dazu.


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