SCHORNDORF AKTUELL
Donnerstag, 20. März 2003
Freiwillige Helfer
Zum wohlverdienten Vesper nach getaner Arbeit trafen sich die über 500 Helferinnen und Helfer in der Kantine des Baubetriebshofs.
Foto: Körner
Die große Putzaktion "Scho buzzd"

Über 500 Helfer beim Müll einsammeln

Einsatz der Teilnehmer von BM Andreas Stanicki und Tiefbauamtsleiter Herbert Schuck generalstabsmäßig geplant
(mk) - Ein kleines Heer von über 500 Teilnehmern startete am vergangenen Samstag im ganzen Stadtgebiet und in den Stadtteilen zum Müll sammeln. An insgesamt 22 Startpunkten traf man sich. Dort wurden an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Handschuhe und Müllsäcke ausgeteilt, die von der AWG (Abfallwirtschaftsgesellschaft) gesponsert wurden. Danach machte sich jeder Einzelne in seinem ihm zugeteilten Gebiet auf den Weg.
Bereits am vergangenen Freitag waren zusammen 70 Schüler der Fröbelschule, der Künkelinschule und der Reinhold-Maier-Schule "aktiv" gewesen und hatten schon eine ansehnliche Menge von Müll aufgeklaubt.
Am Samstag haben dann folgende Vereine und Gruppierungen und auch eine große Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern an der Putzaktion des Zeitungsverlags "Scho buzzd" teilgenommen: Polizeirevier Schorndorf, Literkranz Sängergurgel, DLRG, NABU und NABU-Jugend, Pfadfinder Weiler, Kleintierzüchter Weiler, TSV Haubersbronn, Schillerschule Haubersbronn, Ang1ergemeischaft Haubersbronn, Anglerfreunde Schorndorf, Weingärtnerverein Schorndorf, CVJM-Affenbande, Verein Bürgernähe-Untere Uferstraße, Erlacher Höhe, Max-Planck-Gymnasium, Karl-Friedrich-Reinhardschule, Gottlieb-Daimler-Realschule, SOS Kinderdorf Oberberken, Albert-Schweitzer-Schule, THW, die Feuerwehren, Obst- und Gartenbauverein, Ortschaftsräte, Gemeinderäte und Ortsvorsteher, Mitarbeiter des Baubetriebshofs, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und deren Angehörige. Falls wir nun jemanden vergessen haben sollten, bitten wir um Nachsicht, denn bei einer so großen Teilnehmeranzahl kann das schon einmal vorkommen.
All diesen Müllsammlerinnen und Müllsammlern, die ihren freien Samstag geopfert haben, um sich in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen und den Müll einzusammeln, den andere verantwortungslos weggeworfen haben, muss man an dieser Stelle herzlich danken. Vor allem der Dank der Allgemeinheit gehört ihnen. Baubürgermeister Andreas Stanicki gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass es vielleicht durch solche Aktionen gelingt, das Bewusstsein beim Einzelnen für eine geordnetere Müllbeseitigung zu stärken.
Auf jeden Fall konnten alle Teilnehmer erkennen, wie mühsam und aufwendig diese Art der Müllentsorgung ist. Die Mitarbeiter der Stadtreinigung im Baubetriebshof machen diese Tätigkeit in der Regel ja jeden Werktag und das acht Stunden lang. Oberbürgermeister Winfried Kühler meinte sarkastisch: "Die Müllbeseitigung in Schorndorf hat sich inzwischen offensichtlich zu einer Wachstumsbranche gemausert.
Vielleicht kann man sich jetzt vorstellen, wie deprimierend es für die Männer vom Bauhof manchmal ist, wenn sie feststellen, dass, kaum sind sie bei einer Strecke durch, Passanten dafür sorgen, dass es auch am nächsten Tag wieder jede Menge Abfälle zu sammeln gibt.
Hervorheben muss man die Gruppen des DLRG. Diese beseitigten mit Hilfe von zwei Schlauchbooten den Müll auf der "Remsinsel" bei der Schlachthausstraße. Besonderen Einsatz zeigten ebenfalls die Mannen und Frauen der Erlacher Höhe, die Helfer des Weingärtnervereins sowie Ortschaftsrat Rolf Junge aus Weiler. All diese Gruppen brachten ihren eingesammelten Müll eigenhändig gleich mit auf den Bauhof.
Groß war auch der Arbeitseinsatz der Helfer des Baubetriebshofs um Michael Kalischko sowie der Mitglieder der Feuerwehren und des THW. Diese hatten nämlich nach Beendigung der eigentlichen Aktion den Müll, der in blauen Säcken von den Sammlern auf der gesamten Gemarkung Schorndorf zurückgelassen worden war, einzusammeln und in den Container zu verladen. Bei der Putzaktion wurden an diesem Vormittag rund 70 Kubikmeter Müll eingesammelt. Zum Vergleich, normalerweise fallen aus Papierkörben, Grünanlagen, Spielplätzen und Containerplätzen im Monat zwischen 100 und 120 Kubikmeter an.
Der eingesammelte Müll wurde in drei Großcontainer der Fa. Wolfgang Steiner gefüllt. Diese hatte die Firma kostenlos zur Verfügung gestellt. Außerdem fuhr sie die Container noch kostenlos auf die Kreismülldeponie nach Winnenden.


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