Im Jahr 2003 war wieder ganz schön viel los!

Ein Rückblick

Auch 2003 hat sich bei der NAJU viel getan. Inzwischen hat unsere Gruppe einen "harten Kern" von etwa 15 Kindern und Jugendlichen zwischen 9 und 14 Jahren. Unser "Einzugsgebiet" umfasst neben Schorndorf auch Schlichten, das Remstal bis Weinstadt sowie das Wieslauftal bis Rudersberg. Regelmäßig alle 2 Wochen treffen wir uns in der Schinderhütte, die uns schon richtig zur Heimat geworden ist. Und von hier starten die meisten unserer Aktionen.

Anfang des Jahres bescherte uns Petrus jede Menge Rodelspaß und wir begaben uns wie die Indianer auf Spurensuche im frischen Schnee. Mit einem Experiment versuchten wir nachzuempfinden, wie sich Tiere vor klirrender Kälte schützen, um uns anschließend bei heißer Schokolade und Kuchen in der Hütte aufzuwärmen.

Im Februar hatten wir trotz der aufgrund schwacher Batterien eher abschreckenden Waldkauzschreie Erfolg und konnten ein Männchen und ein Weibchen anlocken.

Beim Imker (Klicken zum Vergrößern, 21 kByte )

Im Frühling haben wir die "erwachende" Natur beobachtet und uns gefragt, ob die Bienen wohl auch so kalte Füße haben wie wir. Im Mai haben wir die Bienen dann "daheim" besucht, nämlich am Stand des Imkereivereins Remstal, wo wir selbst Hand anlegen durften beim Honigschleudern und -verkosten. Bei hochsommerlichen Temperaturen erkundeten wir Ende Mai per Rad den Rems-Wanderweg. Der Plüderhausener Badesee erschien uns wegen der Hitze verlockender als die Lorcher Baggerseen und so kühlten wir uns dort von außen und innen.

Im Juli wurde dann der Forscherdrang wach und wir untersuchten den Urbacher Bärenbach ganz professionell auf Fließgeschwindigkeit, Insektenvorkommen und Wasserreinheit. Keine Frage, dass dabei auch der Spaß beim Herumplanschen nicht zu kurz kam.

Wildlife! (Klicken zum Vergrößern, 20 kByte )

Vor den Sommerferien schließlich ein Highlight des Jahres: Wildlife! Das hieß, dass wir uns für drei Tage in den Welzheimer Wald verzogen und dort ohne den Schutz einer Hütte campierten, unser Essen über dem Lagerfeuer kochten, Beeren sammelten, Glühwürmchen zählten und einfach ganz unmittelbar die Natur um uns herum genossen.

Im September durften wir mit einem Jäger auf die Jagd. Dies war ein ganz besonderes Erlebnis, da wir in der Dämmerung nicht nur Tiere beobachten, sondern - wer wollte - auch erleben konnte, wie zwei Rehe geschossen und ausgenommen wurden.

Im Oktober putzten wir den Aichenbach und fanden dabei erschreckend viel Müll, aber auch einen Flusskrebs und eine quicklebendige Forelle! In Form einer Waldrallye vertieften wir das Thema Herbst, nachdem wir uns bis zum Hals ins Laub eingebuddelt hatten, jede Menge Krabbeltiere hautnah erleben konnten und uns schließlich selbst wie eines von ihnen fühlten.

Obwohl es lange Zeit wegen der Trockenheit nicht nach einem guten Pilzjahr aussah, wurde unser geduldiges Warten doch noch belohnt und wir konnten uns ausgiebig im Pilzebestimmen üben. Im November bastelten wir mit Feuereifer Adventskränze, Weihnachtsdekoration und Nistkästen, wobei manch individuelles Modell entworfen wurde.

Aber wer denkt, das war schon alles, der täuscht sich! Parallel dazu arbeitete die NAJU nämlich in zwei Projektgruppen. Die eine Gruppe setzte sich intensiv mit Vögeln, ihren Lebensräumen und Naturschutz allgemein auseinander, während die andere sich mit Trockenmauern, ihrem Aufbau und speziell angepassten Tier- und Pflanzenarten beschäftigte und verschiedene besonders gelungene Exemplare (darunter die NABU-Mauer in Urbach) besichtigte.

Es war für uns wieder ein interessantes, lehrreiches und lustiges NAJU-Jahr. Für das kommende haben wir noch einen Wunsch: Wir suchen dringend Betreuer!!! Wer sich vorstellen kann, regelmäßig oder unregelmäßig in der NAJU, eventuell auch in einer Gruppe mit jüngeren Kindern mitzumachen, sollte sich bitte mit Michaela Teegelbekkers zwecks näherer Informationen in Verbindung setzen (07181/410914).

Auf ein schönes und erfolgreiches Jahr 2004 freuen sich

Sonja, Micha, Simone und Christoph


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