Mit der NAJU auf WaldkauzbeobachtungBericht von Georg BosakBericht vom 26.01.02 (Beobachtung des Waldkauz)Um 17 Uhr trafen sich die NAJU-Siebenschläfer-Schorndorf an der Schinderhütte. Das mitgebrachte Gewölle nahmen wir auseinander und trennten es von den vielen verschiedenen Knochen. Meistens waren es Mäuseknochen, die wir wieder zusammen puzzelten. Als es ganz dunkel geworden war, wanderten wir mit nachttauglichen Ferngläsern und einem Kassettenrecorder ausgerüstet zum Wald hinter der Schinderhütte. Am Waldrand machten wir unseren ersten Halt. Plötzlich hörten wir ähnliche Laute wie die Schreie der Waldohreule. Sie wurden immer lauter und kamen näher. Doch kurz vor uns drehten sie ab und wurden leiser. Es war keine Waldohreule, sondern junge Wildschweine. Als wir nichts mehr hörten, gingen wir am Waldrand entlang zum Weg, der nach Schlichten hinauf führt. Mehrmals mussten wir durch die von Wildschweinen aufgewühlten Matschlöcher stapfen. Endlich auf dem Weg. Jetzt gingen wir den Weg hinauf. Nach etwa 100 m blieben wir stehen und schalteten den Kassettenrecorder mit den Waldkauzrufen an. Nach ungefähr 5 min. sahen wir ihn über uns vorbeifliegen, doch er haute ab, als alle "Da!" schrieen. Enttäuscht liefen wir wieder runter. Sehr leise und mit aller Vorsicht gingen wir Richtung Schützenhaus. Wieder ließen wir die Kassette laufen. Dieses mal enttäuschte uns der Waldkauz nicht. Schon nach kurzem Warten sahen wir ihn. Er saß jetzt auf einem Ast über uns. Man konnte den Umriss von ihm gut erkennen. Aber als der Waldkauz sah, worauf er reingefallen war, flog er wieder in den dunklen Wald zurück. Georg Bosak |
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