|
Wir - die NAJU Siebenschläfer & Co. aus Schorndorf - haben am 28. Juli 2001 eigenes Papier geschöpft. Zuerst haben wir alte Kartons und ganz normales weißes Papier zerrissen, in Eimern und Wannen eingeweicht und wenig später die ganze Masse mit dem Pürierstab zerkleinert. Sobald das Ganze breiig war, wurden die Behälter nach draußen verfrachtet und noch ein bisschen mehr Wasser hinzugegeben. (Wir hatten Tische und Bänke aufgestellt, darauf stellten wir die Behälter). Ein Teil von uns machte sich auf und sammelte Blütenblätter. Der Rest mischte in verschiedenen Behältern Lebensmittelfarben, wie zum Beispiel gelb und orange oder blau und lila. Teilweise rührten wir die Blütenblätter unter den Brei. Daraufhin begann die eigentliche Schöpfarbeit. Wir hatten je ein Sieb mit einem dazugehörigen Rahmen. Der Rahmen wurde auf das Sieb gelegt und so in die Masse eingetaucht. Sobald eine (möglichst) dünne Schicht darauf war, wurde das Sieb herausgenommen und der Rahmen entfernt. Mit einem Schwamm wurde das Sieb von unten abgetupft und so von einigem Wasser befreit. Danach nahm jeder einen Filz (den hatten wir vorher zugeschnitten) und legten ihn oben drauf. Das Sieb wurde umgedreht, so dass das "angefangene Papier" nun auf dem Filz lag. Wir nahmen ein Wellholz und pressten so vorsichtig beim Wellen das restliche Wasser heraus.
Daraufhin legten wir das Papier zum Trocknen auf einen Wäscheständer, worauf wir das Papier, sobald es etwas getrocknet war, aufhängten. Nachdem das ganze Papier geschöpft war, ließen wir den Tag mit einem gemütlichen Grillfest ausklingen. Nach der ganzen Anstrengung hatten wir uns ein Würstchen mit einem Stockbrot wirklich verdient.
Das entstandene Papier verkauften wir auf dem Weihnachtsmarkt. Wir möchten uns für die ganze aufgebrachte Mühe von Michaela und Sonja bedanken, die uns dies alles überhaupt erst ermöglicht haben.
Simone Kellermann
|