Schorndorfer Nachrichten
vom 24. November 2000

Viel zu viel Müll im Aichenbach

NAJU sammelte acht Säcke voll Unrat und Zivilisationsabfall in anderthalb Stunden

(pm). Die Naturschützerjugend Schorndorf (NAJU) hat mit zehn Kindern am südlichen Stadtrand den Aichenbach und dessen Ufer auf einer Länge von etwa 700 Metern geputzt. Zwar hat's trotz Kälte und Nässe Spaß gemacht, aber das umfangreiche Sammel-Ergebnis gab doch sehr zu denken.

Bei der Bachputzete
Gemeinsam macht's mehr Spaß: Die Naturschützer-Jugend ging gemeinsam am Aichenbach auf Bachputzete.
Foto: G. Lang

Am Minigolfplatz wurden die vom Bauhof gestellten Müllsäcke verteilt und dann durften die schon voller Tatendrang wartenden Kinder in den Bach, der teilweise sehr schwer begehbar war. So mussten sich die Kinder an mehreren Stellen den Weg durchs Gebüsch bahnen, auch mal die Seite wechseln, wenn das Ufer zu steil wurde. Zwei Kinder holten sich im Bach nasse Socken und Hosen, so dass sie vorzeitig froren und heimgehen mussten.
Innerhalb einer Stunde waren bereits fünf Müllsäcke gefüllt. Und nach einer weiteren halben Stunde hatten die Kinder bereits weitere drei Säcke voll von allem möglichen Zivilisationsabfall: hauptsächlich handelte es sich um leere Zigarettenschachteln, Dosen, Flaschen, aber auch größere Metallteile wie Stacheldrahtzäune. Auch Skier, Kleidungsstücke und ein halber Autoreifen wurden aus dem Wasser gezogen und eine Farbsprühdose, aus der noch Farbe lief.
Fazit von NAJU-Mitglied Raphael Fahrner: "Alle hatten sehr viel Spaß bei der Aktion, wenn man von den nassen Socken und den stinkenden Handschuhen absieht. Trotzdem hat die NAJU an die Bevölkerung und vor allem an die Anwohner des Aichenbachs eine ganz große Bitte: Werfen Sie keinen Müll in Bäche, Seen oder sonstwo in die Natur. Denn die Natur kann damit auch nichts anfangen. Es schadet nur, letztendlich sogar uns Menschen selbst, wenn wir kein reines Trinkwasser mehr haben!"

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