Unsere Aktivitäten im Jahr 2000 begannen bereits im Februar: Wir bauten Fledermauskästen aus Holz. Zusammen mit unserem Fledermausspezialisten Gernot Becker hängten wir diese selbstgebastelten Kästen zu einem späteren Zeitpunkt an verschiedene Bäume im Bereich des ND um die Schinderhütte. Bei dieser anstrengenden (nur für manche) Aufhängeaktion besuchte uns die Zeitung (Schorndorfer Nachrichten). Sie machten Bilder und schrieben einen sehr guten Bericht, der auch im ganzen Rems-Murr-Kreis gedruckt wurde. Auf diesen Bericht hin meldeten sich weitere Kinder, die gerne bei der Jugendgruppe dabei sein wollten. Für unser großes Vorhaben im Sommer - das Zeltlager - mussten wir uns natürlich rechtzeitig vorbereiten. Es galt dabei hauptsächlich, die organisatorischen Dinge und den Ablauf zu klären. Immer wieder legten wir dafür Besprechungsrunden ein.
Das Thema "Richtiges Verhalten in der Natur" wurde ausführlich theoretisch bearbeitet. Anschließend unternahmen wir einen Rundgang, um das Erlernte in der freien Natur umzusetzen. Mit Spielen wurde alles aufgelockert.
Eine Delegation der Gruppe unternahm Mitte April zusammen mit dem NABU-Vorsitzenden Arnold Sombrutzki eine Nistkasten-Aktion am Holzberg. Rund 100 Vogelnistkästen mussten gesäubert, umgehängt oder ersetzt werden.
Im Mai lehrte uns Gernot Becker, welches Getier und welche Pflanzen an einem Bach vorkommen. Im Aichenbach legten wir eine Strecke zurück. Dabei zeigte sich, dass, je weiter wir in Richtung Wald kamen, die Wassergüte besser, ja sogar ziemlich gut wurde!
Um das Zeltlager wie geplant durchführen zu können, legten wir auch einen Grill- bzw. Feuerplatz an. An diesem Arbeitseinsatz waren wir einen ganzen Samstagnachmittag beschäftigt.
An dem NABU-Pflegeeinsatz in Urbach nahm nur einer teil. Schade, denn man konnte während den Mäh- und Abräumarbeiten eine Schlingnatter (seltene Schlangenart), Eidechsen und eine kleine Blindschleiche sehr gut beobachten. Aufgrund des schlechten Wetters (kühl und nass) waren diese Arten in ihrer Bewegungsfähigkeit sehr beeinträchtigt.
Das geplante Wochenende mit dem Zeltlager nahte und das Wetter wurde immer schlechter, so dass wir kurzfristig das Zeltlager absagen mussten. Nur das gut vorbereitete Geländespiel machten wir Samstagmittag trotz ungewisser Wetterlage.
Während den Sommerferien fanden keine Aktivitäten statt. Alle waren mehr oder weniger lang im Urlaub.
Gleich nach den Ferien halfen wir dem NABU bei den Pflegeeinsätzen im NSG "Rehfeldsee". Dort galt es wieder, Mähgut abzuräumen und stärkere Äste auf die Seite zu räumen. Der Zweck dabei ist, dass die Fläche freigehalten wird. - Sehr erfolgreich, wie auch aus anderen Berichten zu entnehmen ist!
Ende Oktober starteten wir die "Aktion Nistkasten" im Alten Friedhof: Verschiedene Nistkästen mussten gesäubert werden. Einige der Kästen waren durch Witterung und Unwetter, aber auch durch den Buntspecht so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass wir sie ganz auswechseln mussten. Damit Heiner Lang, er betreut die Kästen im Alten Friedhof, eine leichtere Arbeit hat und nicht mehr so hoch mit der Leiter hinauf muss, hängten wir einige Kästen ein paar Stockwerke tiefer. Dies gelang allerdings nicht immer, da die Nistkastenbefestigung manchmal in den Ast eingewachsen war oder der Kasten so in schwindelnder Höhe war, dass wir zu zweit auf die Leiter hinaufgemusst hätten. Es gab aber zwei Mutige, die immer auf die Leiter stiegen oder auch auf den Baum kletterten. In den Kästen waren oft alte Nester von Meisen (Kohl-, Blau- oder Haubenmeise), die teilweise noch Eier, tote Junge und sogar einmal ein ganzes Gelege mit 6 Eiern enthielten. In einer Halbhöhle entdeckten wir auch ein Nest von einem Grauschnäpper. Nebenher beobachteten wir zwei Eichhörnchen (ein braunes und ein rotbraunes), wie sie sich die Bäume rauf und runter jagten. Der Alte Friedhof ist doch ein schönes Kleinod der Natur inmitten der Stadt!
Im November unternahmen wir am Aichenbach auf einer Länge von ca. 700 m eine Bachputzaktion. Nachdem zuerst bei der Stadtverwaltung und beim Förster die Genehmigung eingeholt wurde, dort zu agieren, stellte uns der Bauhof auch Müllsäcke zur Verfügung, die dann gefüllt wieder abgeholt werden sollten. 10 Jugendliche machten sich am Aichenbach zu schaffen und hatten innerhalb von 1 Stunde 5 Müllsäcke und nach einer weiteren halben Stunde nochmals 3 Säcke voll von Zivilisationsabfall. Entlang des Aichenbach wurden viele leere Zigarettenschachteln, Dosen und Flaschen gefunden. Aber auch größere Metallteile und Stacheldrahtzäune wurden aus dem Wasser gezogen. Eine Farbsprühdose war ebenfalls zu finden.
Dies war dann auch unser letzter großer Programmpunkt im Jahr 2000. Auch in diesem Jahr hat es allen Teilnehmern immer viel Spaß bereitet, dabei zu sein. Am Ende des Jahres gab es natürlich wieder einen Mittag, an dem wir für das folgende Jahr vorplanten. - Und eine Jahresabschlussfeier - .
Einen Wehrmutstropfen gibt es allerdings noch: Wir haben immer noch keine Person gefunden, welche die große Gruppe mit betreuen könnte. Für einen alleine ist es halt oft zu viel und zu verantwortungsvoll, eine solche Gruppe richtig zu führen!