Zweiter Nachweis einer Rohrdommel im NSG Morgensand/Seelachen

Erst der zweite Nachweis einer Rohrdommel für das Gebiet und den Raum Schorndorf gelang - wenn auch mit für den Vogel unerfreulichem Ende - im September 2016. Beim NABU-Pflegeeinsatz im Gebiet wurden die Reste eines diesjährigen Vogels im Schilfgürtel an den Seen gefunden. Dr. Dieter Haas, ein anerkannter Experte für Vogel- und Tieruntersuchungen, konnte anhand der Federn- und Knochenreste belegen, dass der Vogel von einem Fuchs gefressen und vermutlich auch geschlagen wurde.

Rohrdommeln sind bei uns sehr seltene Durchzügler im Spätsommer; Brutvorkom-men gibt es aktuell in Baden-Württemberg keine mehr. Der gefundene Vogel stammt vermutlich aus Osteuropa/Polen, dort ist die Art noch häufiger Brutvogel. Auf dem Weg in die Winterquartiere in Südeuropa bis Afrika rasten sie gelegentlich bei uns. Sie lebt heimlich und dämmerungs- und nachtaktiv am Rand von Binnengewässern in der lockeren Ufervegetation. Offensichtlich haben wir mit unseren Pflegemaß-nahmen ihren Geschmack getroffen und sie konnte sich hier zumindest bis zu ihrem traurigen Ende wohlfühlen.

Jörg Daiss



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