Spinnenführung am 11. Juli 2017

Rückblick

An einem sonnigen Junisonntag hatte der NABU mit der Spinnenführung eine sehr interessante Exkursion. Tobias Bauer vom Naturkundemuseum Karlsruhe wusste einfach alles über die Krabbeltiere und brachte einen Bruchteil davon den 14 Teilnehmern auf kurzweilige Weise bei. Z.B. von Wolfsspinnen, Springspinnen, Kugelspinnen, Trichterspinnen, Kreuzspinnen, Wespenspinnen, Krabbenspinnen ... In Deutschland gibt es ca. 1.000 verschiedene Spinnenarten, alle haben 8 Beine und zwischen 2 und 8 Augen. Alle Spinnen sind mehr oder weniger giftig, sie beißen ihre Beute und lähmen sie. Nicht alle Spinnen weben Netze, aber alle erzeugen einen Seidenfaden um einen Kokon herzustellen.

Die Männchen sterben meistens nach der Paarung oder werden von den Weibchen gefressen. Die Weibchen können bis zu 30 Jahre alt werden. Spinnen fressen während der Paarung und Eiablage enorm viel, sie können aber bis zu 1 Jahr ohne Nahrung, nicht aber ohne Wasser auskommen.

Nach so viel Theorie ging´s dann mit Becherlupen ausgestattet ins Gelände. Man kann Spinnen auf mehrere Arten fangen. Wir haben mit dem Kescher in den Wiesen das hohe Gras abgestreift und den Inhalt dann auf ein weißes Tuch geleert. Außerdem haben wir mit einem Stock auf die unteren Zweige der Büsche geschlagen und die Tierchen wurden auf ein großes Tuch geschüttelt. Unter Steinen oder Totholz fanden wir auch immer irgendein Insekt. Spinnen sind auch gute Indikatoren für die Bodenbeschaffenheit, besser als alle anderen Arten.

Es wäre wünschenswert, wenn die Wiesen im Herbst nicht mehr gemäht werden. Dann könnten Spinnen (und alle anderen Insekten) die sich an den Grashalmen aufhalten, in Kokons überwintern. Da dies aber meist nicht möglich ist, sollten zumindest 10 - 15 Meter breite Streifen an Äckern und Wiesen stehenbleiben. Wer an diesem sonnigen Sonntag nicht dabei sei konnte aber trotzdem Lust auf die Spinnen bekommen hat, für diese und alle anderen gibt es am Freitag, 16. November 2018 von Tobias Bauer einen Lichtbildvortrag über die heimischen Spinnen.

Renate Schwarz



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