Rückblick auf den ornithologischen Frühlingsstreifzug 2017

Pünktlich um 8 Uhr am 2. April 2017 trafen die ersten 2 Interessierten ein, 2 weitere kamen noch hinzu. Insgesamt waren wir 7 Personen. Vielleicht hielt den einen oder anderen das etwas frische und feuchte Wetter ab, früher aufzustehen? Die Führung verlief sehr interessant und abwechslungsreich. Gleich zu Beginn gingen wir auf Zugvögel ein, am Beispiel des Weißstorchs, von dem 2 Individuen auf dem Hornschuch-Kamin nächtigten. Weiter wurden die Landschaftsformen um Urbach erklärt. Es wurden ein paar Apps für das Smartphone oder Tablett vorgestellt, vor allem um Touren zu planen, oder Vögel zu bestimmen. Wir konzentrierten uns hauptsächlich auf die verschiedenen Vogelarten und deren aktuelle Verhalten, wie z.B. Balz mit Gesang und die Nistmöglichkeiten in den Streuobstwiesen.

Der morgendliche Rundgang führte uns von der Atriumschule zum östlichen Gänsberg, am Waldrand entlang zum Buxtor und durch die Streuobstwiesen am Leitersberg wieder zurück zum Ausgangspunkt. Die Stimmung in der Natur war sehr angenehm, es war nicht zu kalt, sogar die Sonne zeigte sich kurz zwischen der sonst starken Bewölkung. Der Frühling machte sich bemerkbar mit frischer Luft und leichtem Blütenduft. Kirschen und Birnen blühten, die Äpfel waren kurz davor aufzublühen. Auf den Wiesen blühten Wiesenschaumkraut und Schlüsselblumen, die das Stimmungsbild farblich untermalten.

Wir konnten sämtliche Meisenarten beobachten oder hören. Der Kleiber ließ seine unterschiedlichen Rufe hören. Für die Teilnehmer war überraschend, was der Kleiber so alles von sich geben kann. Eine Rabenkrähe mit weißer Zeichnung erweckte Erinnerungen, die erzählt wurden. Einer Singdrossel konnte länger zugehört werden und nebenbei wurde ein Mäusebussard entdeckt, der in der Morgensonne ruhte und zu uns schaute.

In den Streuobstwiesen am Waldrand präsentierte sich kurz ein Mittelspecht - da konnte der Unterschied zum Buntspecht deutlich erklärt werden. Im Wald wurden dann Bäume gezeigt, an denen sich Spechte zu schaffen machten und weshalb es so wichtig ist, dass es alte Bäume mit Borke gibt. Zwei Rehe huschten davon und unweit von den Teilnehmern zog ein Fuchs im Dickicht gemütlich vorüber, versteckte sich dann allerdings, als wir zu neugierig wurden.

Auf dem Rückweg posierte sich ein Star über unseren Köpfen. Er setzte sich mit seinem Gesang so lange ins Zeug, dass wir bei Beobachtung durch das Spektiv seine schillernden Farben deutlich ausmachen konnten - ein Star eben. Ein Teilnehmer zeigte den Jungen, welche Pflanzen essbar sind, die auf den Wiesen wachsen - eine interessante Abwechslung.

Kurz vor dem Ausgangspunkt gab es plötzlich intensive Warnrufe von Meisen Luftalarm, dann war es schlagartig still. Ein Sperberweibchen hatte einen Kleinvogel geschlagen. Sie schraubte sich langsam hoch in die Lüfte und zog mit ihrer Beute in den Fängen ab in Richtung Wald. Um 10:45 Uhr waren wir dann wieder zurück. Von diesem Tag bleiben die Erinnerungen an viele Erlebnisse und Eindrücke in der Natur, die gerne wiederholt werden dürfen.

Christoph Haller



zum Seitenanfang Drucken