Windenergie-Anlagen im Raum Schorndorf

Die Beobachtungen wurden durch die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Rems-Murr-Kreis (OAG Rems-Murr-Kreis) in Zusammenarbeit mit unserer NABU-Ortsgruppe zusammengestellt. Die OAG Rems-Murr-Kreis, ist ein loser kreisweiter Zusammenschluss von ornithologisch interessierten Beobachter/innen über Verbandsgrenzen hinweg. Sie steht jedem engagierten Vogelbeobachter mit Interesse an der Vogelwelt des Landkreises Rems-Murr offen. Sie versucht, mit eigenen wissenschaftlichen Untersuchungen, der Beteiligung an landes- und bundesweiten Erfassungsprogrammen und durch den Unterhalt einer eigenen kreisweiten Beobachtungsdatenbank einen Beitrag zur Erforschung und zum Erhalt der Vogelwelt im Rems-Murr-Kreis zu leisten.

Die hier aufgeführten Beobachtungen sind ein Auszug aus den monatlichen Rundschreiben der ornithologischen Arbeitsgemeinschaft. Sollten Sie die Aktivitäten der OAG Rems-Murr-Kreis unterstützen wollen oder an den monatlichen Rundschreiben Interesse haben, können Sie sich jeder Zeit unter nachfolgender E-Mail-Adresse mit der OAG in Verbindung setzen: oag.rems.murr.kreis@googlemail.com.

Julian Lenz

Singschwan:

Diese in Nordeuropa verbreitete Schwanenart tritt im Raum Schorndorf nur als seltener Durchzügler in Erscheinung. Am 28.11.18 konnten bei Welzheim (WN) fünf Individuen durch A. Sombrutzki und J. Lenz beobachtet werden.

Nachtreiher:

Die nur vereinzelt in Baden-Württemberg brütende Art konnte am 20.05.18 bei Schorndorf (WN) mit einem Individuum durch W. Schnabel und am 14.08 und 19.08. mit bis zu zwei Individuen durch J. Rube bei Plüderhausen im unserem Raum registriert werden.

Wespenbussard:

Die in Afrika überwinternde und im Kreisgebiet verbreitete Art, konnte in diesem Jahr auf dem Herbstzug durch J. Lenz bei systemtischen Zugplanbeobachtungen im Raum Schorndorf am 24.08. (102 Individuen) und am 26.08. (132 Individuen) in großer Zahl auf dem Durchzug beobachtet werden.

Raufußbussard:

Am 11.11.18 konnte J. Lenz bei Urbach (WN) ein Individuum dieser in Nordeuropa vorkommenden Greifvogelart auf dem Durchzug beobachten.

Kranich:

Der für gewöhnlich in schmaler Front über Mitteldeutschland hin wegziehende Kranich, kann seit ein paar Jahren, auch verstärkt im Raum Schorndorf auf dem Durchzug beobachtet werden. Möglicherweise hat sich inzwischen bei dieser Art ein neuer Zugweg über den Süddeutschen Raum hinweg etabliert. Auch in diesem Jahr gelangen wieder Beobachtungen von durchziehenden Individuen, ins besonders auf dem Herbstzug. Zum Beispiel konnten E. u. G. Becker 50 Individuen am 18.10.18 bei Hebsack (WN) beobachten, 20 Individuen wurden 21 durch W. Schnabel am 03.11.18 bei Schornbach (WN) beobachtet und am 05.11.18 konnte V. Herdtle 120 Ind. bei Rommelshausen (WN) registrieren.

Kiebitz:

Der ehemalige Brutvogel aus dem Raum Schorndorf kann heute nur noch auf dem Durchzug beobachtet werden. Bei Schlechtwettereinbrüchen zur Zugzeit, können dann auch noch im Raum Schorndorf größere Individuenzahlen weiter nördlich und östlich brütende Vögel beobachtet werden. So konnte zum Beispiel G. Lang am 20.03.18 bei Urbach (WN) 340 rastende Individuen und A. Sombrutzki am 21.03.18 bei Urbach (WN) 150 rastenden Individuen beobachten.

Steppenkiebitz:

Unter den am 20.03.18 bei Urbach (WN) aufgrund eines Schlechtwettereinbruchs rastenden Kiebitzen konnte G. Lang auch einen Steppenkiebitz beobachten. Diese Art tritt für gewöhnlich als Brutvogel in Kasachstan und im südöstlichen Russland in Erscheinung.

Ringeltaube:

Ein großer Teil der mitteleuropäischen und nordosteuropäischen Brutvögel verlassen im Spätherbst Ihre Brutgebiet in Richtung Ihrer mediterranen Überwinterungsgebiete. Dann können oft auch im Raum Schorndorf starke Zugbewegungen der Art festgestellt werden. So konnten zum Beispiel am 11.10.2018 bei Buhlbronn (WN) durch R. Mertens und J. Lenz bei systematischen Zugplanbeobachtungen 26.790 durchziehende Individuen beobachtet werden.

Bienenfresser:

Mit dem Brutbestandsanstieg in Deutschland in den zurückliegenden Jahren und hier ins besonders mit dem Anstieg in Mitteldeutschland, wird auch der Raum Schorndorf zusehends von Vögel auf dem Durchzug in Ihre Brutgebiet frequentiert. So konnten zum Beispiel zwei Individuen am 19.05.18 in Pfahlbronn (WN) durch A. Sombrutzki, zwei Individuen am 08.06.18 bei Schorndorf (WN) durch W. Schnabel auf dem Frühjahrszug beobachtet werden. Auf dem Herbstzug konnten zwei Individuen am 31.07.18 bei Alfdorf (WN) und acht Individuen am 07.09.18 ebenfalls bei Alfdorf (WN) jeweils durch J. Müller beobachtet werden.

Heidelerche:

Der ehemalige Brutvogel aus dem Raum Schorndorf, kann heute nur noch auf dem Durchzug in der Region beobachtet werden. So konnten bei systematischen Zugplanbeobachtungen bei Buhlbronn (WN) durch R. Mertens und J. Lenz am 12.10.2018 75 durchziehende Individuen erfasst werden.

Ringdrossel:

Diese in Deutschland schwerpunktmäßig in Mittelgebirgen und in den Alpen vorkommende Drosselart, konnte in unserem Raum sowohl auf dem Frühjahrszug bei Alfdorf (WN) mit einem Individuum am 24.03.18 durch J. Müller beobachtet werden, als auch auf dem Herbstzug vom 29.10.18 - 01.11.18 bei Hebsack (WN) mit einem Individuum durch E. u. G. Becker und am 01.11.18 bei Alfdorf (WN) mit 5 Individuen durch J. Müller.



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