Ehrung langjähriger Mitglieder

Die beiden bei uns vorkommende Schwalbenarten Mehl- und Rauchschwalbe sind schon vor langer Zeit den Menschen in die Städte gefolgt. Sie gehören zwischenzeitlich ganz selbstverständlich zu unserer Umgebung. Ihre kunstvoll aus Lehm gebauten Nester, ihr Flugbild und ihr Gesang erfreuen seit jeher die Menschen. Die Schwalben haben sich an uns gewöhnt und wir uns an sie. Sie vertrauen uns - und wir bemühen uns, dass sie uns erhalten bleiben. Allerdings wird für sie das Überleben bei uns immer schwieriger. Wenn sie im Frühjahr von ihren Winterquartieren aus Afrika heimkehren, finden sie immer weniger Nistmöglichkeiten. Sei es, weil die alten Häuser energetisch saniert wurden, oder weil sie kein Baumaterial finden. Wo gibt es noch Lehmpfützen? Aber auch die Nahrung nimmt ab, das Insektensterben ist in aller Munde. Mittlerweile sind sowohl die Mehlschwalbe als auch die Rauchschwalbe Art der landes- und bundesweiten Roten Liste und in der Kategorie 3 (gefährdet) eingestuft!

Projekt-Mitarbeit beim NABU

Wir alle können ihnen helfen, indem wir ihnen Nisthilfen anbieten; bereits für wenige Euro kann ein Kunstnest angebracht werden. Ein wichtiges Kriterium für einen geeigneten Neststandort für Mehlschwalben ist eine vor Regen und Tropfwasser geschützte Überdachung sowie ein freier ungehinderter Anflug. Rauchschwalben brüten im Innern von Gebäuden, meistens in Ställen. Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, dann ist es bis zur Beobachtung dieser Glücksbringer, wie sie früher genannt wurden, nicht mehr weit! Der NABU ruft daher alle Interessierten auf, sich in einem bestimmten Gebiet, z.B. in der Nachbarschaft, umzuschauen, Kunst- oder Naturnester zu entdecken und die Belegung der Nester zu beobachten. Wir wollen schauen, ob sich in den belegten Nestern ein Bruterfolg einstellt und ob der Bestand im Erfassungszeitraum zu- oder abnimmt. Dann folgt das Abwarten bis zum nächsten Frühjahr. Kommen die Schwalben im nächsten Jahr wieder? Werden die alten Nester wieder angenommen?

Anhand der später vorliegenden Ergebnisse erhalten wir einen Überblick über die Schwalbenbestände. Daraus können dann gezielt Maßnahmen ergriffen werden. Schwalben sind gesellige Koloniebrüter. Am einfachsten ist es, eine bestehende Kolonie zu erweitern und neue, zusätzliche Nester in der unmittelbaren Umgebung anzubringen. So kann den Schwalben nachhaltig unter die Flügel gegriffen werden. Haben auch Sie Interesse, an diesem Projekt teilzunehmen und uns zu unterstützen? Informationen und die Vorgehensweise werden bei einem Treffen gemeinsam erarbeitet. Eine fachmännische Begleitung durch die Erfassungszeit ist selbstverständlich.

In diesem Sinne freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme an:
Christoph Haller: Christoph.Haller@nabu-schorndorf.de
Werner Schwarz: Werner.Schwarz@nabu-schorndorf.de



zum Seitenanfang Drucken