Schorndorf Aktuell
vom 29. März 2001

Wasserflächen werden vergrößert

Eine von vielen Ausgleichsmaßnahmen im Zuge der B 29-Umgehung Schorndorf

(mk)- Durch den Bau der B 29-Ortsumgehung von Schorndorf sind vorher landwirtschaftlich genutzte Flächen überbaut worden. Im Planfeststellungsverfahren wurden deshalb so genannte "Augsleichsmaßnahmen" festgelegt, die eine Art Wiedergutmachung für den Eingriff in die Natur an anderer Stelle darstellen.
Vielen, die zu Fuß oder per Rad in letzter Zeit im Naturschutzgebiet Morgensand und Seelachen unterwegs waren, wird aufgefallen sein, dass dort zum Teil größere mit Bäumen und Sträuchern bestandene Flächen gerodet wurden. Dies sind vorbereitende Arbeiten für eine weitere Ausgleichsmaßnahme. Dort sollen nämlich die Wasserflächen der vorhandenen Altarme der Rems vergrößert werden. Außerdem werden Bereiche mit unterschiedlichen Wassertiefen, Buchten, Inseln und Halbinseln angelegt. Um dieses Vorhaben umsetzen zu können, war es notwendig, auch noch außerhalb der Vegetationszeit im Schutzgebiet sukzessiv aufgekommene Bäume, wie Weiden, Erlen und Pappeln zu entfernen. Die Umgestaltung des Gebietes führt zu Vergrößerung und Verbesserung von Lebensräumen für seltene Pflanzen, Tiere und Amphibien. Zum Großteil finden diese Arbeiten auf Urbacher Gemarkung statt.
Ein Problem ist entlang der B 29 durch die außergewöhnlich starken Regenmengen der letzten Zeit aufgetaucht. Es kam entlang der Straße zu zahlreichen so genannten Tapetenrutschungen an den Böschungen entlang der Trasse. Durch den ständigen Regen entsteht eine vollständige Durchfeuchtung der Wälle, welche die obere Humusschicht, die noch nicht tiefgründig verwurzelt ist, aufschwemmt, mit der Folge, dass das Erdreich abrutscht. In Höhe der Firma Gabler, bei der Anschlussstelle Wieslauftal, ist nun sogar ein so genannter Grundbruch an der Böschung entstanden. Dieser muss im Rahmen der Gewährleistung durch die beauftragte Baufirma behoben werden.
Weitere B 29-Ausgleichsmaßnahmen gab es am Ramsbach, bei den Quellteichen in Oberberken, beim Rehfeldsee und am Dürrbach, Markung Weiler, sowie im Naturschutzgebiet "Hirschäcker" in Winterbach.
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