Besondere Beobachtungen 2004

Bedeutsame Schmetterlings-Beobachtungen

Das Jahr 2004 war vor allem das Jahr des Großen Fuchses: Fiel der Falter schon im zeitigen Frühjahr durch eine ungewöhnliche Häufigkeit auf, konnte selbst die Nachfolgegeneration, die im Sommer als noch nicht überwinterte Tiere sehr selten zu sehen ist, für kurze Zeit zahlreich beobachtet werden. Als Krönung gelang der Fund einer Raupengruppe auf Berg-Ulme bei Urbach. Die ansonsten nur vereinzelt vorkommende Art hatte auch im übrigen Südwestdeutschland ein außergewöhnliches Flugjahr.

Nach dem Massenauftreten im letzten Jahr zeigten sich Distelfalter und Taubenschwänzchen bei uns wieder in normaler Anzahl, d. h. heißt hie und da als einzelne Falter. Bemerkenswert war die Beobachtung von mehreren Taubenschwänzchen ab Mitte März bis Anfang April, was mit Sicherheit auf eine erfolgreiche Überwinterung im Raum Schorndorf hinweist.

Weitere interessante Beobachtungen:

Wander-Gelbling (Colias crocea):Wandergelbling (Klicken zum Vergrößern, 13 kByte )Überraschend tauchten im September, ebenfalls nach einem extrem starken Einflug im Vorjahr, wieder Falter in der Umgebung von Schorndorf und Urbach auf. Insgesamt 7 Beobachtungen an 2 Tagen.
Mauerfuchs:Anfang Oktober wurde in den ehemaligen Weinbergen bei Asperglen ein frisches Männchen und Weibchen dieser wärmeliebenden Art gesichtet. Ob es sich um ein dauerhaftes (isoliertes?) Vorkommen handelt, muss sich noch zeigen.
Zwerg-Bläuling:Zwerg-Bläuling (Klicken zum Vergrößern, 13 kByte )Erfreulicherweise gab es wieder Falter- und Eiernachweise an dem im Jahr zuvor entdeckten Standort bei Urbach, wohl auch aufgrund der Schutzbemühungen des NABU Schorndorf.
Thorsten Götz
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