Das Jägerhölzle

Bericht zur NABU-Führung am 27. Mai 2018

Bei sommerlicher Wetterlage startete die Führung gegen 9:00 Uhr im Halbschatten des NSG Jägerhölzle. Zu Beginn wurde den gut 20 Teilnehmern ein Ausblick in Richtung West zu angrenzenden Landschaftsformen gezeigt. Besonders angetan waren alle über den Neuntöter, der sich immer wieder auf seinem Ansitz blicken ließ und sich uns auch im Verlauf der weiteren Führung immer wieder präsentier-te. Es wurde auf die einzelnen singenden Vögel eingegangen, wie z.B. Goldammer und Amsel. Eine Hohltaube überflog die Obstwiesen.

Die Gruppe begab sich zunächst in die nahen Streuobstwiesen. Es wurde erklärt, weshalb es so wichtig ist, dass die alten Obstbäume erhalten bleiben. Spechte können ihre Höhlen zimmern und kleinere Höhlenbrüter, wie z.B. Meisen oder Kleinspechte profitieren davon. Außerdem halten sich in der Baumrinde diverse Insekten auf, die auch als Nahrungsgrundlage dienen. Ein Gartenrotschwanz konnte sehr gut beobachtet werden - durch das Spektiv noch sehr viel deutlicher. Ein Kleinspecht huschte immer wieder an den Beobachtern vorbei und ein Grünspecht ließ sein Lachen hören.

Vom nahen Wald wurde dem Gesang der verschiedenen Drosseln gelauscht. Man konnte die Misteldrossel, Singdrosseln und Amsel voneinander unterscheiden. Auch die Mönchsgrasmücke gab ihr Bestes dazu. Ein Teilnehmer führte die Gruppe an eine naheliegende nicht gedüngte Naturwiese (ND Jux-Köpfle). Es gab hier Großes Zweiblatt, Fuchs-Hundswurz, Zittergras zu bestaunen.

Die Gruppe wurde dann bergan entlang dem Fahrweg, unterhalb des NSG Jägerhölzle und im Schatten des Waldes geführt. Zu sehen gab es einige Exemplare der Zweiblättrigen Waldhyazinthe, des Großen Zweiblatts und auch ein paar Weiße Waldvögelein. Hören konnte man Zilpzalp, Rotkehlchen und Buchfink sehr deutlich. Auf einem schmalen Fußpfad wurde die Gruppe durch den Kern des Naturschutzgebietes geführt. Es wurden wieder etliche der bereits genannten Orchideenarten und noch weitere besondere und für das Gebiet typische Pflanzen, wie z.B. Deutscher Ginster und Flügelginster gesehen und fotografiert.

Auf dem weiter fortführendem Pfad durch die Magerwiese mit Bergklee und Wiesenbocksbart und entlang des Waldrandes spazierte die Gruppe und beobachtete dabei wieder den Neuntöter sehr ausführlich - hier sogar das Pärchen. Ein ornithologischer Höhepunkt war ein Wespenbussard, der in geringer Höhe über die Gruppe kreiste und sich dabei gut beobachten ließ. Nach einer kleinen Pause ging es über die Wiese und dem Verbindungssträßchen zurück zum Ausgangspunkt.

Christoph Haller



zum Seitenanfang Drucken