| Häufigkeit im Raum Schorndorf | RL |
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Verbreiteter Brutvogel und häufigster Greifvogel. Während des Kältewinters 1962 / 63 verhungerte ein großer Teil der Population. Durch gezielte Hilfsmaßnahmen (Nisthilfen) konnte der Bestand in wenigen Jahren wieder aufgebaut werden. Nach unseren heutigen Erkenntnissen sind Turmfalken sehr leicht anzusiedeln. An Bauwerken können durch entsprechende Maßnahmen durchaus mehrere Brutpaare beieinander angesiedelt werden, ohne dass Konkurrenzsituationen entstehen.
Die Entwicklung der Feldmausdichte und der Zeitpunkt der Mahd (= Zugänglichkeit der Beute)
beeinflussen den Jagderfolg und damit Bestand, Gelegestärke und Bruterfolg.
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| Beringungsergebnisse und Wiederfunde |
Durch planmäßige Beringung gelang es, von 1962 bis 1993 - 953 meist nestjunge Turmfalken zu beringen .
- im ersten Lebensjahr zeigt ein großer Teil der TF ein ausgeprägtes Wanderverhalten.
- TF, die nicht abwandern, siedeln sich in der Nähe des Geburtsortes an.
Sie ersetzen dort Ausfälle von Brutpartnern
- Bruterfolge in Gebäuden oder Nisthilfen sind deutlich höher als solche in freistehenden Nestern
- Wiederfundrate : 9,96 %
- Höchstes Alter : 12,9 Jahre
- Durchschnittsalter der wiedergefundenen (n= 83 Ex.) : 20,25 Monate
- Die 3 weitesten Zieher legten : 1507 / 1348 bzw. 730 km zurück
Der Turmfalke G 15736 lebte nur 33 Tage im flugfähigen Alter. In dieser Zeit legte er aber 730 km zurück ! Das ergibt eine theoretische "Reisegeschwindigkeit" von 24,33 km pro Tag.
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