| Häufigkeit im Raum Schorndorf | RL |
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Seit Anfang der 1980er Jahre regelmäßiger Gast im Herbst und Winter je nach Wetterlage. Tendenz : zunehmend. An ruhigen , eisfreien Gewässerabschnitten können bei gutem Nahrungsangebot bis zu 200 Vögel beobachtet werden . Im NSG Morgensand und Seelachen stehen drei landeseigene Seen zur Verfügung die nicht durch Angler befischt werden. Obwohl hier Kormoran und Graureiher ungestört jagen, wurde bei wissenschaftlichen Kontrollbefischungen ein überdurchschnittlicher Fischbesatz nachgewiesen. (Quelle: Reg.Präs. Stuttgart ) Im Raum Winnenden werden regelm. bis zu 55 durchziehende Kormorane beobachtet, obwohl hier keine größeren Gewässer vorhanden sind. |
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| Gefährdung und Schutz |
Neben dem Graureiher wird der Kormoran heute bei Hobbyanglern und Fischzüchtern als Hauptverursacher für finanzielle Einbusen genannt. Seit etwa 1996 werden sogenannte "Vergrämungsabschüsse" gefordert und vom LRA auch in gewissem Umfang genehmigt. Der Abschuss von Kormoranen entbehrt jedoch in unserem Beobachtungsgebiet jeder fachlich fundierten Grundlage. Die autochthone Fischfauna ist bei uns vor allem durch folgende Einflüsse verarmt bzw. geschädigt. Nachstehend werden die Hauptfaktoren genannt.
1. Wasserbauliche Faktoren:
- Falscher Gewässerbau - z.B. fehlende Fischtreppen an Stauwehren.
- Unnatürliche Ufergestaltung bei Hochwasserschutzmaßnahmen.
- Änderung von Fließgeschwindigkeiten durch Hochwasserschutzmaßnahmen
2. Äußere Faktoren:
- Eintrag von luftgebundenen Umweltgiften, z.B. saurer Regen.
- Eintrag von Klärwässern mit Restverschmutzung.
- Einleitung von belastetem Oberflächenwasser von Straßen.
- Einleitung von Oberflächenwasser von landwirtschaftlichen Flächen z.B. Schwemmist, Chemische Düngemittel u.ä.
3. Menschliche Faktoren:
- Einsatz von nicht einheimischen Fischarten , teilweise in unnatürlich großen Mengen.
- Anglergerechte "Pflege" von Uferzonen um keine störende Vegetation bei der Ausübung des Hobbys zu haben. Dadurch geht auch wichtige Deckung für Fische verloren.
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