In den Tropen finden wir unter den Pfauenspinnern mit die größten Schmetterlinge. Gegenüber diesen Giganten wirkt unser Nachtpfauenauge wie ein Winzling; nichtsdestoweniger zählt es zu den schönsten einheimischen Nachfaltern.
Wie bei vielen nachtaktiven Faltern folgt die Geschlechterfindung über die vom Weibchen verströmten Sexualpheromone. Die Männchen können auf diese Weise mit ihren breit gekämmten Fühlern die Weibchen über größere Entfernungen wahrnehmen.
Von mir wurden meist die schwarzen Jungraupen an niedrigen Schlehenbüschen gefunden. Die Falter sind trotz ihrer Größe nur sehr selten im Freiland beobachtet worden.
Das radikale "Säubern" ungepflegter Streuobstwiesen von Schlehenbeständen kann eine gewisse Gefährdung für die Art darstellen.
|
| Ei |
Raupe |
Puppe |
|
Oval, glatt, bräunlich mit weißlichen Schlieren; als Eigelege an Zweigen und Grashalmen.
|
In den ersten Stadien dunkel gefärbt und gesellig lebend; als erwachsene Raupe mit grüner Grundfärbung und Dörnchen bewehrten Warzen, dann einzeln in der Krautschicht anzutreffen.
|
Verpuppung in einem braunen, festen, birnenförmigen Kokon mit kunstvoll angelegter Schlupfreuse.
|
| Entwicklung |
Spannweite |
|

40 - 60 mm
|
| Nahrung der Raupe |
|
Eigelege fand ich an Schlehe und Brombeere. Raupen können sich, besonders in den fortgeschrittenen Stadien, von vielen Kräutern und Sträuchern ernähren.
|
| Verbreitung |
Habitat |
Rote Liste |
|
Ganz Europa bis Ostasien.
|
Die meisten Fundorte im Gebiet waren Schlehensukzessionsflächen an sonnig warmen Hängen der Streuobstwiesen in Waldrandnähe, daneben an trockenen Saumbereichen sonniger Waldlichtungen.
|
D:

|
BW:

|
| Ähnliche Arten wie das Kleine Nachtpfauenauge |
|
Unverwechselbare Art.
|